Gartenkalender

Gartenkalender September: Was Du jetzt säst, erntest und erledigst

Was im September im Garten dran ist: Welches Gemüse Du bis wann noch säst, was jetzt reif wird und welche Arbeiten vor dem Frost erledigt sein müssen.

AVon AlexZuletzt aktualisiert: 2. September 202614 Min Lesezeit
Gemüsebeet Anfang September mit frisch gesäten Reihen, reifem Kürbis und Erntekorb

Der September ist der Monat, in dem sich entscheidet, wie das Gartenjahr endet — und wie das nächste beginnt. Was jetzt in die Erde kommt, wächst noch an. Was jetzt liegen bleibt, wird zum Problem.

Die gute Nachricht: Die Bodentemperatur ist noch hoch, die Luft schon kühl und die Niederschläge nehmen zu. Bessere Bedingungen zum Säen und Pflanzen gibt es im ganzen Jahr nur im Mai.

Das Wichtigste im September auf einen Blick

WasWann genau
Feldsalat säenbis Anfang Oktober
Knoblauch steckenab Ende September
Rasen vertikutierenerste Monatshälfte
Rasen nachsäenganzer Monat
Blumenzwiebeln setzenab Mitte September
Stauden pflanzenganzer Monat
Kürbis erntenvor dem ersten Frost

Drei dieser Termine haben ein hartes Ende: Vertikutieren muss in der ersten Monatshälfte passieren, damit die Grasnarbe vor dem Frost wieder zuwächst. Kürbisse müssen vor der ersten Frostnacht herein, sonst faulen sie im Lager. Und Gründüngung braucht noch genug warme Tage zum Auflaufen.

Der astronomische Herbst beginnt am 23. September 2026 um 02:05 Uhr. Meteorologisch läuft er schon seit dem 1. September — diese Einteilung folgt vollen Monaten, damit sich Wetterdaten vergleichen lassen.

Gemüse säen im September

Der September ist nicht der große Aussaatmonat, aber er ist auch keine tote Zeit. Sechs Kulturen lohnen sich jetzt noch wirklich — und bei allen entscheidet der Termin darüber, ob Du dieses Jahr oder erst im Frühjahr erntest.

Hände säen feine Samen in eine flache Rille in dunkler Gartenerde, daneben eine Samentüte und ein Holzschild📌 Pin it
Feldsalat keimt bei 12 bis 18 Grad am besten — im September zuverlässiger als im Hochsommer. Die Rille darf nur einen Zentimeter tief sein.

Diese Gemüse kannst Du jetzt säen — und bis wann genau

KulturAussaat bisErntereif
FeldsalatAnfang Oktober8–12 Wochen
WinterspinatMitte Oktober6–8 Wochen
RadieschenMitte Septemberca. 4 Wochen
RucolaMitte September4–6 Wochen
Asia-SalateMitte September4–6 Wochen
WinterportulakSeptember–Oktober8–10 Wochen

Was Du dazu wissen solltest:

  • Feldsalat ist die sicherste Aussaat des Monats und mit rund minus 15 Grad die winterhärteste
  • Winterportulak hält sogar minus 20 Grad aus und lässt sich bis in den März ernten
  • Winterspinat früh gesät bringt eine Herbsternte, spät gesät eine im Frühjahr
  • Radieschen sind jetzt die letzte Chance auf eine eigene Ernte in diesem Jahr
  • Rucola schmeckt im Herbst milder als im Sommer, weil er langsamer wächst
  • Asia-Salate vertragen leichten Frost und wachsen unter Vlies weiter
Übersicht der sechs Gemüsearten, die im September noch gesät werden können, mit Aussaattermin und Zeit bis zur Ernte📌 Pin it
Zum Merken und Weitergeben: die sechs September-Aussaaten mit Termin und Kulturdauer auf einen Blick.

Die Faustregel dahinter: Bis etwa Mitte September gesät, schafft es eine Kultur meist noch bis zur Ernte in diesem Jahr. Was später kommt, überwintert klein im Beet und legt im Februar los.

Ein Tipp, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet: Kaufe Winter- oder Herbstsorten. Frühjahrssorten sind auf lange Tage gezüchtet, bleiben im Herbst klein oder schießen. Auf der Tüte steht es meist dabei — beim Spinat etwa „Matador", bei Radieschen „Riesenbutter".

Feldsalat — die sicherste Aussaat des Monats

Feldsalat keimt am besten bei kühlen 12 bis 18 Grad. Genau deshalb ist er jetzt zuverlässiger als im Hochsommer, wo er bei Hitze schlicht nicht aufgeht.

Säe ihn in flache Rillen von etwa einem Zentimeter Tiefe, mit 10 bis 15 Zentimetern Abstand zwischen den Reihen. Drücke die Saat leicht an und halte sie bis zum Auflaufen feucht — das dauert eine bis zwei Wochen.

Ein oft übersehener Vorteil: Feldsalat verträgt Frost bis etwa minus 15 Grad. Er bleibt den ganzen Winter über im Beet stehen und wird geerntet, wenn sonst nichts wächst. Eine Reisig- oder Vliesabdeckung ab Dezember macht das Ernten bei Frost bequemer.

Knoblauch stecken — jetzt für die Ernte im Juni

Hand steckt eine Knoblauchzehe in eine flache Rille in dunkler Erde, daneben ein Pflanzholz und drei weitere Zehen📌 Pin it
Die Zehe kommt etwa fünf Zentimeter tief in die Erde, Spitze nach oben. Ohne die Winterkälte bildet sich später nur eine einzige Rundknolle.

Knoblauch wird nicht gesät, sondern gesteckt — und der Herbsttermin schlägt den Frühjahrstermin deutlich. Die Zehen brauchen eine Kälteperiode, um sich überhaupt in mehrere Zehen zu teilen. Ohne sie bekommst Du eine einzige Rundknolle.

So geht es:

  • Abstand: 10 bis 15 Zentimeter in der Reihe, 25 bis 30 Zentimeter zwischen den Reihen
  • Tiefe: etwa 5 Zentimeter, die Spitze zeigt nach oben
  • Boden: locker und durchlässig, Staunässe lässt die Zehen faulen
  • Zeitfenster: ab Ende September bis in den November

Erntereif ist der Winterknoblauch ab Juni des Folgejahres. Ausführlicher steht das im Beitrag zum Knoblauch im Herbst pflanzen.

Statt gekaufter Zehen kannst Du auch die kleinen Brutzwiebeln aus den Blütenständen stecken. Die daraus entstehenden Pflanzen sind robuster und bilden üppigere Knollen — allerdings dauert es auf diesem Weg zwei Jahre bis zur ersten richtigen Ernte.

Gründüngung — die Aussaat, die sich am meisten lohnt

Ein abgeerntetes Beet, das den Winter über nackt daliegt, verliert Nährstoffe und verschlämmt bei Regen. Gründüngung verhindert genau das — und kostet ein paar Euro Saatgut.

Welche Pflanze passt, hängt vom Termin ab:

  • Bis Anfang September: Phacelia (Bienenfreund), Buchweizen, Gelbsenf — alle frostempfindlich, sie sterben im Winter ab und bleiben als Mulchschicht liegen
  • Bis Anfang Oktober: Winterroggen und Winterwicke — sie überwintern grün und werden im Frühjahr eingearbeitet

Ein Hinweis, der oft fehlt: Gelbsenf gehört zu den Kreuzblütlern, wie Kohl, Radieschen und Rucola. Auf Beeten, wo im nächsten Jahr Kohl stehen soll, also lieber Phacelia oder Winterroggen wählen — sonst häufen sich Kohlhernie und andere Fruchtfolge-Probleme.

Ernten im September

Während die Sommerkulturen auslaufen, werden die Lagerfrüchte reif. Der September ist damit der Monat mit der größten Erntebreite im ganzen Jahr — und der letzte, in dem alles ohne Frostrisiko draußen bleiben kann.

Holzkiste mit frisch gegrabenen Kartoffeln im Beet, daneben zwei orange Hokkaido-Kürbisse auf einem Brett📌 Pin it
Kartoffeln erst ausgraben, wenn das Kraut welkt — dann ist die Schale fest genug fürs Lager. Kürbisse müssen vor der ersten Frostnacht herein.

Kürbis — erst ausreifen lassen, dann ernten

Ein Kürbis ist reif, wenn drei Dinge zusammenkommen: Er klingt beim Klopfen hohl, der Stiel ist verholzt und trocken, und die Schale lässt sich mit dem Fingernagel nicht mehr eindrücken.

Um die Reife zu beschleunigen, hilft zweierlei: Gießen einstellen und die Blätter entfernen, die die Frucht beschatten. Damit bekommt sie mehr Sonne und die Schale härtet aus.

Lass die Früchte, die eingelagert werden sollen, noch einige sonnige Tage im Beet — aber schiebe ein Brett darunter. Auf feuchter Erde fault die Auflagefläche, und ein Kürbis mit fauler Stelle hält keine Woche im Lager.

Schneide beim Ernten immer ein Stück Stiel mit ab. Ohne Stielansatz hat der Kürbis eine offene Wunde und verdirbt schnell.

Wichtig: Vor dem ersten Frost ernten. Eine einzige Frostnacht macht die Schale durchlässig, und die Frucht fault im Lager von innen.

Mittelfrühe Kartoffeln und Lagerkartoffeln

Bei den Kartoffeln folgen jetzt die späten Lagersorten. Das Signal ist eindeutig: Sobald das Kraut welkt und abstirbt, sind die Knollen ausgereift und die Schale ist fest genug fürs Lager.

Grabe an einem trockenen Tag und lass die Knollen ein paar Stunden auf dem Beet abtrocknen — aber nicht in der prallen Sonne, sonst werden sie grün. Beschädigte Exemplare kommen sofort in die Küche, nicht ins Lager.

Gelagert wird dunkel bei 4 bis 8 Grad in Holzkisten oder Jutesäcken. Zu warm treibt sie aus, zu kalt macht sie süß.

Kernobst richtig ernten

Wann Äpfel und Birnen reif sind, hängt von der Sorte ab — und von einem Handgriff, der zuverlässiger ist als jedes Datum.

Die Kipp-Probe: Fasse die Frucht an und kippe sie waagerecht nach oben. Löst sich der Stiel dabei leicht vom Zweig, ist sie pflückreif. Musst Du ziehen oder drehen, warte noch.

Zwei weitere Zeichen:

  • Kerne dunkelbraun — weißliche Samen bedeuten, dass die Frucht noch nicht so weit ist
  • Sortentypische Fruchtfarbe ausgeprägt

Für Lagerobst gilt: nur unbeschädigte Früchte ohne Wurmlöcher einlagern, nebeneinander in Kisten betten, kühl und dunkel bei hoher Luftfeuchte aufbewahren — und wöchentlich durchsehen. Eine faule Frucht steckt die ganze Kiste an.

Manche Birnensorten werden bewusst leicht unreif geerntet und reifen im Lager nach. Am Baum ausgereifte Birnen werden dagegen schnell teigig.

Diese Gemüse kannst Du jetzt ernten

Auberginen · Blumenkohl · Bohnen · Brokkoli · Chili · Fenchel · Gurken · Kartoffeln · Kohlrabi · Kürbis · Mangold · Möhren · Paprika · Radieschen · Rote Bete · Rotkohl · Spinat · Staudensellerie · Tomaten · Weißkohl · Zucchini · Zwiebeln

Dieses Obst kannst Du jetzt ernten

Äpfel · Birnen · Brombeeren · Hagebutten · Heidelbeeren · Kornelkirschen · Melonen · Mirabellen · Physalis · Pflaumen · Sanddorn · Walnüsse · Weintrauben · Zwetschgen

Gartenarbeiten im September

Das ist der Teil, der über den Winter entscheidet. Sechs Arbeiten haben jetzt ihr Zeitfenster — und bei mehreren davon ist es in vier Wochen zu.

Sechs Gartenarbeiten für den September, jeweils mit dem passenden Zeitpunkt und dem wichtigsten Hinweis dazu📌 Pin it
Die sechs Arbeiten, die im September keinen Aufschub vertragen — zum Merken und Weitergeben.

Rasen — das wichtigste Zeitfenster des Jahres

Kahle Stelle im Rasen mit sichtbar ausgestreuten Grassamen auf gelockerter Erde, daneben ein grüner Streuwagen und ein Rechen📌 Pin it
Grassamen brauchen mindestens 8 bis 10 Grad Bodentemperatur. Die hat der Boden jetzt noch — im Oktober oft nicht mehr.

Im September ist der Boden noch warm, die Luft kühl und es regnet häufiger. Für Grassamen sind das ideale Bedingungen: Sie brauchen mindestens 8 bis 10 Grad Bodentemperatur zum Keimen, und die hat der Boden jetzt noch — im Oktober oft nicht mehr.

Die Reihenfolge:

  1. Mähen auf etwa 3 Zentimeter
  2. Vertikutieren — aber nur in der ersten Monatshälfte, damit sich die Narbe vor dem Frost wieder schließt
  3. Nachsäen, wo kahle Stellen sind, und die Saat andrücken
  4. Herbstdünger geben — kaliumbetont, nicht stickstoffbetont

Der Unterschied beim Dünger ist wichtig: Kalium festigt die Zellwände der Halme und macht sie frostfester. Stickstoff würde das Gegenteil bewirken — er treibt weiches Wachstum an, das der erste Frost erwischt. Herbstdünger und Frühjahrsdünger sind deshalb nicht austauschbar.

Bis zum ersten Frost weiter regelmäßig mähen, aber nicht zu kurz. Mehr zu den typischen Fehlern steht in den häufigsten Fehlern bei der Rasenpflege.

Tomaten — die letzten Früchte reif bekommen

Die Tomatenernte läuft noch, aber die Zeit wird knapp. Drei Eingriffe holen jetzt noch heraus, was geht:

  • Blüten ausbrechen. Was sich jetzt noch bildet, wird nicht mehr reif und kostet die Pflanze nur Kraft.
  • Blätter ausdünnen, besonders unten und rund um die Fruchtstände. Das Laub trocknet nach Regen schneller ab — und feuchtes Laub ist der Einstieg für die Braunfäule.
  • Grüne Früchte hereinholen, wenn kalte Nächte kommen. Voll entwickelte grüne Tomaten reifen bei Zimmertemperatur nach, auch ohne Sonne. Ein reifer Apfel daneben beschleunigt es.

Wenn Deine Tomaten überdacht stehen, sind sie klar im Vorteil — die Niederschläge nehmen jetzt deutlich zu.

Kompost — jetzt fällt das meiste Material an

Im Herbst fällt so viel pflanzliches Material an wie sonst nie. Statt es wegzufahren, wird daraus Kompost.

Entscheidend ist die Mischung: grobes und feines Material im Wechsel, feuchte Küchenabfälle und Rasenschnitt zusammen mit trockenem Laub und zerkleinertem Gehölzschnitt. Reiner Rasenschnitt fault, reines Laub verrottet jahrelang nicht.

Zwei Dinge gehören nicht auf den Kompost:

  • Kranke Pflanzenteile — die Erreger überleben und landen mit dem Kompost wieder im Beet
  • Samentragende Unkräuter — sonst verteilst Du die Samen später über den ganzen Garten

Johannisbeeren vermehren — die einfachste Vermehrung des Jahres

Ab Ende September, wenn die Sträucher ihr Laub abwerfen, ist der beste Termin für Steckhölzer von Johannisbeeren. Die Erfolgsquote ist hoch und der Aufwand minimal.

Schneide einjährige, gut ausgereifte Triebe ab und teile sie in Stücke von 20 bis 25 Zentimetern. Stecke sie so tief in lockere, eher sandige Erde, dass nur zwei bis drei Knospen herausschauen. Gut angießen — mehr braucht es nicht. Bis zum Frühjahr sind sie bewurzelt.

Diese Gartenarbeiten fallen jetzt an

  • Rasen vertikutieren, nachsäen und mit Herbstdünger versorgen
  • Blüten an Tomaten ausbrechen, Laub ausdünnen
  • Pflanzenreste kompostieren, kranke Teile in den Restmüll
  • Fallobst regelmäßig aufsammeln
  • Gründüngung auf abgeernteten Beeten säen
  • Johannisbeeren über Steckhölzer vermehren
  • Stauden und Rosen ausputzen
  • Gehölze ein letztes Mal wässern, wenn es trocken bleibt
  • Regentonnen und Bewässerung auf den Winter vorbereiten

Blumengarten im September

Der Herbst ist die beste Pflanzzeit des Jahres — besser als das Frühjahr. Der Boden ist warm, die Luft kühl, und der Regen nimmt zu. Alles, was jetzt gesetzt wird, bildet bis zum Frost kräftige Wurzeln und startet im Frühjahr mit Vorsprung.

Zwiebelpflanzer im Beet, im ausgehobenen Loch sitzt eine Zwiebel mit der Spitze nach oben, fünf weitere liegen daneben, dahinter blühende Astern📌 Pin it
Faustregel für die Pflanztiefe: zwei- bis dreimal so tief, wie die Zwiebel hoch ist. Spitze immer nach oben.

Blumenzwiebeln setzen

Ab Mitte September kommen die Frühblüher in die Erde. Die Regel für die Tiefe ist einfach: zwei- bis dreimal so tief wie die Zwiebel hoch ist, Spitze nach oben.

Zum Setzen eignen sich Krokus, Blaustern, Hasenglöckchen, Märzenbecher, Milchstern, Narzisse, Traubenhyazinthe, Tulpe, Schneeglöckchen und Winterling.

Zum Verwildern im Rasen eignen sich Schneeglöckchen, Schneeglanz, Elfenkrokus, Strahlen-Anemone und Hasenglöckchen. Wichtig dabei: Erst mähen, wenn das Zwiebellaub vergilbt ist — die Zwiebel zieht ihre Reserven aus den Blättern, und wer zu früh mäht, hat im nächsten Jahr weniger Blüten.

Stauden pflanzen und teilen

Der September ist ideal für Stauden, die im Frühjahr und Sommer blühen: Akelei, Anemone, Astilbe, Bergenie, Elfenblume, Glockenblume, Mädchenauge, Margerite, Phlox, Rittersporn, Sonnenbraut, Sonnenhut, Steppensalbei und Storchschnabel.

Gleichzeitig ist es der richtige Moment, um alte Horste zu teilen. Wenn eine Staude in der Mitte verkahlt und nur noch am Rand blüht, ist sie überfällig. Ausgraben, mit dem Spaten teilen, die verholzte Mitte wegwerfen und die kräftigen Randstücke neu setzen.

Ausnahme: Herbstblüher wie Astern und Chrysanthemen lässt Du in Ruhe, bis sie verblüht sind — die teilst Du im Frühjahr.

Was jetzt blüht

Stauden: Aster · Chrysantheme · Dahlie · Gelenkblume · Goldrute · Herbst-Anemone · Herbst-Eisenhut · Hohe Fetthenne · Indianernessel · Kerzen-Knöterich · Montbretie · Phlox · Schafgarbe · Sonnenbraut · Sonnenhut · Staudensonnenblume · Wasserdost

Sträucher: Bartblume · Blauraute · Hibiskus · Liebesperlenstrauch · Sommerflieder · Rose

Zwei sind besonders erwähnenswert. Der Liebesperlenstrauch (Callicarpa bodinieri ‘Profusion') punktet nicht mit Blüten, sondern mit violett glänzenden Früchten, die nach dem Laubfall an den kahlen Zweigen hängen bleiben — bis in den Winter hinein. Und der Sommerflieder blüht bis in den Oktober und ist in dieser Zeit einer der letzten großen Nektarlieferanten für Tagfalter.

Kräuter ernten und haltbar machen

Solange die Sonne noch Kraft hat, ist das Aroma am stärksten. Sobald es feucht und kühl wird, lässt es merklich nach — die letzte große Kräuterernte steht also jetzt an.

Welche Methode passt, hängt vom Kraut ab:

  • Trocknen eignet sich für die mediterranen, festen Kräuter: Rosmarin, Thymian, Oregano und Salbei. Bündel schneiden und kopfüber an einem warmen, luftigen und schattigen Ort aufhängen — Sonne bleicht die Blätter aus und kostet Aroma.
  • Einfrieren ist die bessere Wahl für die weichen, saftigen Kräuter: Dill, Koriander, Petersilie und Liebstöckel. Getrocknet verlieren sie fast alles.

Für frische Kräuter im Winter lohnt sich ein Topf auf der Fensterbank. Schneide einjährige Triebe, die unten leicht verholzt sind, und stecke sie in Kräutererde. Mäßig, aber regelmäßig gießen, bis sie neue Blätter bilden.

Naturgarten im September

Der aufgeräumte Garten ist der lebensfeindlichste. Was jetzt liegen bleibt, entscheidet darüber, was im nächsten Jahr im Garten lebt.

  • Samenstände stehen lassen. Disteln, Ringelblumen, Sonnenblumen und Scheinsonnenhut ernähren über den Winter die Vögel. Abschneiden kannst Du im Frühjahr immer noch.
  • Laub liegen lassen, zumindest an Gehölzrändern und auf Beeten. Darin überwintern Käfer, Larven und Puppen — und Igel bauen daraus ihr Winterquartier.
  • Holz- und Steinhaufen anlegen. Ein Refugium für Igel, Eidechsen, Kröten und unzählige Insekten. Eine Gartenecke reicht.
  • Spätblüher pflanzen. Goldrute, Fetthenne und Bartblume tragen die Insekten durch den September. Der Efeu blüht sogar erst jetzt und liefert bis November Nektar — seine Früchte werden im Spätwinter zur Vogelnahrung.
  • Etwas Fallobst liegen lassen. Kranke Früchte müssen weg, damit sich Erreger nicht verbreiten. Ein paar gesunde Äpfel in einer stillen Ecke sind dagegen ein Festessen für Vögel, Igel und Falter.

Häufige Fragen zum Gartenmonat September

Welches Gemüse kann man im September noch säen?
Feldsalat, Winterspinat, Radieschen, Rucola, Asia-Salate und Winterportulak. Feldsalat ist die sicherste Wahl — er keimt bei kühlen Temperaturen zuverlässig und übersteht den Winter im Beet. Bis Mitte September gesät, kannst Du ihn noch im November ernten.
Wann steckt man Knoblauch?
Ab Ende September bis in den November. Herbstgesteckter Knoblauch braucht die Kälte des Winters und bildet dadurch deutlich größere Knollen als im Frühjahr gesteckter. Geerntet wird ab Juni des Folgejahres.
Wann beginnt 2026 der Herbst?
Der astronomische Herbst beginnt am 23. September 2026 um 02:05 Uhr MESZ. Meteorologisch zählt dagegen schon der 1. September als Herbstanfang — diese Einteilung folgt vollen Monaten, damit sich Wetterdaten leichter vergleichen lassen.
Sollte man den Rasen im September vertikutieren?
Ja, aber besser in der ersten Monatshälfte. Danach wird es knapp, weil die Grasnarbe vor dem ersten Frost wieder zuwachsen muss. Nach dem Vertikutieren nachsäen und kaliumbetonten Herbstdünger geben.

Weiterführende Quellen

  1. NABU: Naturtipps für den Herbst
  2. NABU Baden-Württemberg: Wie Wildbienen überwintern
  3. MDR Garten: Frühblüher in Rasen und Wiese pflanzen
  4. Mein schöner Garten: Blumenzwiebeln zum Verwildern
  5. Öko-Test: Äpfel richtig lagern

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