Rasenmäher geht nicht mehr? So springt er wieder an!

Der Rasen ist nach dem letzten Regen ordentlich in die Höhe geschossen. Wenn Du ihn nicht bald mähst, gerät Dein grüner Teppich außer Kontrolle – doch ausgerechnet jetzt streikt Dein Rasenmäher? Du startest wie immer, doch nichts rührt sich. Du versuchst es noch einmal und noch einmal, aber das Gerät will einfach nicht anspringen. Bewahre Ruhe und lies Dir unseren Artikel durch. Hier erfährst Du, woran es liegen kann, wenn Dein Mäher plötzlich nicht mehr startet, und wie Du kleine Defekte selbst behebst.

So kommt Dein Benzin-Mäher wieder in Gang
So bringst Du Deinen Elektro-Mäher wieder zum Laufen

Nichts geht mehr – was tun?

Wenn Dein Rasenmäher nicht sofort anspringt, ist das noch lange kein Grund, das Gerät zu entsorgen. Häufig lässt sich das Problem mit wenigen Handgriffen beheben. Manchmal ist jedoch etwas Fachwissen gefragt. Du kannst versuchen, einfache Defekte selbst zu beseitigen

Wenn Du den Rasenmäher lieber in einer Fachwerkstatt prüfen und reparieren lassen möchtest, empfiehlt es sich, einen Kostenvoranschlag einzuholen. So erlebst Du keine bösen Überraschungen und kannst einschätzen, ob sich eine Reparatur noch lohnt oder ob ein Neukauf die bessere Alternative ist.

"Vorsicht – der Rasenmäher gilt als eine der größten Gefahrenquellen bei Unfällen im Garten! Ziehe daher unbedingt den Zündkerzenstecker bzw. das Netzkabel ab, bevor Du das Gerät genauer untersuchst!"
Mein Tipp

Benzin-Rasenmäher warten und reparieren

Viele benzinbetriebene Rasenmäher sind auch heute noch so gebaut, dass sich einfache Wartung- und Reparaturarbeiten selbst durchführen lassen. Allerdings sind dafür ein wenig handwerkliches Geschick und technisches Basiswissen erforderlich. 

Da jedes Gerät ein wenig anders aufgebaut ist, solltest Du unbedingt das Handbuch oder die Bedienungsanleitung zurate ziehen.

Defekte Zündkerze

Wenn der Rasenmäher streikt, ist die Ursache häufig bei der Zündkerze zu finden. Immerhin ist es dieser Bauteil, der den nötigen Zündfunken zum Entfachen des Kraftstoff-Luft-Gemischs erzeugt. Mit einer defekten oder stark verschmutzten Zündkerze kann der Motor nicht starten. Wenn Du Dir nicht sicher bist, wo genau die Zündkerze verbaut ist, solltest Du in der Bedienungsanleitung Deines Rasenmähers nachsehen. Dort ist auch beschrieben, wie sich die Zündkerze lösen lässt.

"Ein Zündkerzenschlüssel sollte Deinem Rasenmäher als Zubehör beiliegen. Du kannst dieses Werkzeug auch im Baumarkt kaufen."
Mein Tipp

Verschmutzter Luftfilter

Um anzuspringen braucht Dein Rasenmäher saubere Luft. Der Luftfilter sorgt für, dass Staub und Schmutz nicht in den Vergaser gelangen können. Ist der Luftfilter jedoch selbst verschmutzt oder verstopft, wird nicht mehr genug Luft zugeführt und der Motor stirbt ab. 

Es ist völlig normal, dass sich im Luftfilter mit der Zeit Schmutz, Staub und Öl ansammeln. Prüfe den Filter daher regelmäßig und reinige ihn gegebenenfalls.

Siehe auch: Rasenmäher Luftfilter reinigen & tauschen

"Fachbetriebe raten dazu, den Luftfilter nach etwa 25 Betriebsstunden zu reinigen."
Mein Tipp

Blockierte Messer

Wenn der Messerbalken Deines Rasenmähers blockiert ist, lässt sich der Starterzug nicht so leicht ziehen wie üblich und der Motor springt nicht an. Bevor Du einen genaueren Blick auf die Mähmesser wirfst, musst Du unbedingt den Zündkerzenstecker ziehen.

Drehe den Rasenmäher zur Seite und sieh nach, ob sich Rasenschnitt am Unterboden angesammelt hat. Besonders beim Mähen von nassem Rasen, kann feuchtes Gras dort kleben bleiben und mit der Zeit Blockaden auslösen. Lange Halme können sich um die Messerwelle wickeln und die Rotation behindern. Manchmal verfangen sich auch Äste in diesem Bereich. 

Steine oder kleine Holzstücke, die zwischen den Unterboden und die Mähmesser geraten, führen ebenso dazu dass das Mähwerk klemmt. Entferne altes Mähgut und alles, was dort nicht hingehört, vom Unterbau Deines Rasenmähers. Reinige diesen Bereich unbedingt nach jeder Mahd, damit es erst gar nicht zu einem Blockieren des Messerbalkens kommen kann.

Vergaser verstopft

Wenn der Vergaser stark verunreinigt ist, kann das Benzin nicht in die Brennkammer gelangen, folglich springt dein Mäher nicht an. Schuld sind häufig Rückstände von Mähgut und Erde, die mit der Zeit abgelagert haben. 

Darüber hinaus kann bei altem, abgestandenem Kraftstoff das Öl ausfallen und eine Art Firnis auf dem Vergaser bilden. Auch geschrumpfte O-Ringe oder Dichtungsringe können Lecks verursachen, die den Motor zum Stottern und Qualmen bringen und im schlimmsten Fall dazu führen, dass er gar nicht mehr startet. 

Um herauszufinden, ob ein verdreckter Vergaser die Ursache für die Startprobleme Deines Rasenmähers ist, kannst Du folgendermaßen vorgehen:

So reinigst Du den Vergaser

Um den Vergaser zu reinigen hast Du zwei Möglichkeiten: Häufig lässt sich das Problem mithilfe eines speziellen Reinigungssprays aus dem Fachhandel beheben. Bei hartnäckigen Verschmutzungen empfiehlt es sich jedoch, den Vergaser auszubauen, um ihn gründlich zu säubern.

Tank leer

Der wohl häufigste Grund, warum der Rasenmäher nicht in die Gänge kommt, ist ganz simpel: Der Treibstoff fehlt. Prüfe daher vor dem Mähen nach, wie viel Sprit sich noch im Tank befindet. 

Achte darauf, stets einen gefüllten Benzinkanister zu Hause zu haben, sonst kann es passieren, dass Dir während das Mähvorgangs plötzlich das Benzin ausgeht.

Altes Benzin

Ältere Zweitakt-Rasenmäher laufen mit einem Gemisch aus Benzin und Öl. Bleibt das Zweitakt-Gemisch über den Winter im Tank, kann es vorkommen, dass das Öl ausfällt und den Vergaser ‚verharzt‘

Verwende ausschließlich vollsynthetische Öle, diese lagern sich im Gegensatz zu mineralischen Ölen nämlich nicht ab. Lasse das Zweitakt-Gemisch vor der Winterpause ab und fülle im Frühjahr ein frisches Gemisch ein. 

Siehe auch: Welches Benzin für den Rasenmäher

Lange Standzeit

Der Winter dauert nicht nur für leidenschaftliche Hobbygärtner meistens zu lange. Auch dem Rasenmäher bekommt die lange Standzeit häufig nicht so gut. Manchmal ist es bei der ersten Inbetriebnahme im Frühjahr gar nicht so leicht, das Gerät zum Laufen zu bringen. 

Es kann gut sein, dass Dein Rasenmäher mehrere Starversuche braucht, bevor er sich willig zeigt. Prüfe jedoch unbedingt zuvor den Benzinstand, so hast Du erstens im Fall eines leeren Tanks die Ursache schnell gefunden. Zweitens können leere Leitungen aufgrund der fehlenden Schmiere Schaden nehmen, wenn Du einen Startversuch nach dem anderen vornimmst.

"Wenn Du einen Rasentraktor besitzt, solltest Du prüfen, ob eventuell die Batterie leer ist. Aufsitzmäher benötigen genauso wie Autos eine geladene Batterie zum Starten."
Mein Tipp

Elektro-Rasenmäher prüfen

Bei Elektromähern können die meisten Reparaturen nicht selbst durchgeführt werden. Springt Dein Rasenmäher nicht an, empfiehlt es sich zuallererst die Stromversorgung zu prüfen. Von Reparaturen im Bereich der Elektronik sollten Laien besser die Finger lassen. 

Folgende Punkte solltest Du Dir genauer ansehen, wenn Dein Elektrorasenmäher nicht anspringt:

Fehlende Stromzufuhr

Der Stecker ist nicht richtig mit der Steckdose verbunden. Wirf auch einen Blick in den Sicherungskasten, es kann sein, dass die entsprechende Sicherung aufgrund eines schadhaften Kabels herausgeflogen ist.

Defektes Stromkabel

In einem Moment der Unaufmerksamkeit, kann es passieren, dass das Rasenmäherkabel unter die Räder beziehungsweise unter die Messer gerät. In diesem Fall solltest Du den Rasenmäher sofort abstellen und den Stecker ziehen. Lass das Stromkabel von einem Fachmann reparieren. Versuche nicht, es selbst zu flicken! 

Für einen Rasenmäher ist ein spezielles Elektrokabel notwendig – das betrifft auch das Verlängerungskabel. Das Kabel sollte gut sichtbar (rot oder orange) sein und sich für die Verwendung im Freien eignen. Der Mantel muss aus Gummi bestehen. Da das Kabel im Garten mit Nässe und Spritzwasser in Berührung kommt, sollte es mindestens der Schutzklasse IP44 entsprechen. Darüber hinaus muss es kälte- und UV-beständig sein. Achte auf einen robusten Schutzkontakt-Stecker und eine Kupplung mit Verschlusskappe

Prüfe das Elektrokabel jedes Frühjahr, wenn Du den Mäher aus seinem Winterquartier holst. Selbst kleinste Defekte können gefährlich werden.

Der Kondensator ist defekt

Ein schadhafter Betriebskondensator kann dazu führen, dass Dein Rasenmäher wenig Leistung hat oder gar nicht mehr läuft. In diesem Fall muss der Kondensator getauscht werden. 

Zwar ist ein neuer Kondenstor nicht teuer, jedoch erfordert der richtige Einbau eine gewisse Erfahrung. Nur versierte Heimwerker sollten diese Arbeit selbst vornehmen. Wenn Du Dir unsicher bist, wende Dich besser an einen Fachmann.

Das Messer blockiert

Der Grund für Startprobleme kann auch beim Elektro-Rasenmäher ein blockierter Messerbalken sein. Ziehe unbedingt das Netzkabel, um das Gerät von der Stromversorgung zu trennen, bevor Du einen Blick auf den Unterboden wirfst.

Nun kannst Du den Rasenmäher zur Seite kippen und alte Grasreste, Äste oder kleine Steine, die das Mähmesser am Drehen hindern, entfernen.

Fazit

Es gibt eine ganze Reihe an Gründen, warum Dein Rasenmäher nicht anspringt. Schließe systematisch eine Ursache nach der anderen aus und lies Dir unbedingt auch die Anleitung zum Trouble-Shooting im Betriebshandbuch durch. Vielleicht gelingt es Dir, die Fehlerquelle ausfindig zu machen und das Problem sogar selbst zu beheben. 

Wende Dich im Zweifelsfall jedoch besser an einen Fachmann, denn ungeübte Hobbygärtner können das Gerät durch ungeschickte Reparaturversuche noch mehr beschädigen und sich eventuell selbst dabei in Gefahr bringen.

Quellen:

  1. https://praxistipps.focus.de/rasenmaeher-zuendkerze-auswechseln-so-gehts_37376

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