Balkongarten anlegen – 10 Tipps für einen grünen Balkon

Du träumst von selbst gezogenem Obst und Gemüse – doch leider fehlt Dir dazu der eigene Garten? Wir verraten Dir, wie Du Deinen Balkon Schritt für Schritt in ein grünes Paradies verwandelst. Im Anschluss stellen wir Dir die besten Nutzpflanzen für den Balkongarten vor, die auch im Topf gute Erträge bringen.

So findest Du heraus, welche Pflanzen für Deinem Balkon geeignet sind

  • In welche Himmelsrichtung zeigt Dein Balkon?
  • Wie heiß wird es dort im Hochsommer?
  • Wie tragfähig ist der Balkon?
  • Wie viel Platz steht Dir zur Verfügung?
  • Wie viel Zeit möchtest Du für Bewässerung und Pflege aufwenden?

Dein Garten über der Stadt

Ein blühender Balkon sieht wunderschön aus und lädt zum Entspannen und Träumen ein. Als leidenschaftlicher Hobbygärtner willst Du aber mehr? Wer sich mitten in der Stadt einen richtigen Nutzgarten wünscht, wo Gemüse, Kräuter und sogar frisches Obst gedeihen, ist hier genau richtig. Mit unseren Tipps erfährst Du, welche Pflanzen für Deinen Balkon geeignet sind und wie Du sie richtig pflegst. Wir erklären Dir, wie Du einen bunten Balkongarten anlegen kannst, in dem es den ganzen Sommer über etwas zu ernten gibt. 

10 tolle Tipps für Deinen Balkongarten

TIPP 1: Nord, Süd, Ost oder West? Vom Einfluss der Himmelsrichtungen

Du lebst in einer Wohnung mit Balkon? Das ist toll – denn unter freiem Himmel gedeihen die meisten Pflanzen am besten. Welche Gewächse sich in Deinem Outdoor-Bereich tatsächlich wohlfühlen, hängt von der Ausrichtung des Balkons zur Sonne ab. Bedenke, dass die Sonneneinstrahlung zunimmt, je höher Dein Balkon liegt.

Gärtnern am Südbalkon

Dein Balkon zeigt nach Süden? Hier fühlen sich Sonnenanbeter wie Oliven, Lavendel, Rosmarin, Thymian, Zitronen und Feigen wohl. Gemüsepflanzen brauchen hier in der Mittagshitze dringend Schatten. Ein Sonnensegel oder eine Markise sorgen dafür, dass Deine Zöglinge nicht verdorren. Bewässere zwei mal täglich – morgens und abends. Auf manchen Südbalkonen kann es trotz Sonnenschutz so heiß werden, dass hier lediglich Sukkulenten wachsen. Überprüfe daher die Temperaturen, bevor Du einen großen Balkongarten anlegst.

"Auf einem Südbalkon sollte der Bodenbelag möglichst hell sein, denn dunkle Böden heizen sich stark auf."
Mein Tipp

Gärtnern am Ostbalkon

Dein Balkon zeigt nach Osten? Dann kannst Du Dein Frühstück in der Morgensonne genießen. Auch viele Kräuter wissen die sanfte Sonneneinstrahlung am Morgen zu schätzen: Kappuzzinerkresse, Schnittlauch, Petersilie, Pfefferminze, Liebstöckel, Dill, Bärlauch und Zitronenmelisse gedeihen hier prächtig. Tomaten oder Chilis hingegen werden auf einem Ostbalkon nicht immer ausreifen, denn ab Mittag liegt der Balkongarten im Schatten. Rote Beete, Mangold, Radieschen, Kohlrabi, Salat und Spinat hingegen kommen mit etwas weniger Sonnenstunden gut zurecht.

"Wähle als Bodenbelag für einen Ostbalkon am besten Fliesen in hellen, freundlichen Farben wie Creme und Terracotta. Sie speichern die Wärme und geben sie langsam an Deine Pflanzen ab. Zugleich wirken sie angenehm sonnig, selbst wenn die Sonne längst hinter dem Haus verschwunden ist."
Mein Tipp

Gärtnern am Westbalkon

Dein Balkon zeigt nach Westen? Hier scheint ab den frühen Nachmittagsstunden die Sonne. Somit kannst Du nach der Arbeit einen sonnigen Abend im Freien verbringen. Auch für den Anbau von Erdbeeren und Salate reicht die Nachmittags- und Abendsonne vollkommen aus. Die meisten Gewächse, die mit einem Ostbalkon klarkommen, gedeihen auch auf einem Westbalkon ganz gut. Lavendel, Rosmarin und Salbei geben sich mit warmen, sonnigen Nachmittagen zufrieden und verströmen einen betörenden Duft. Ein Balkon mit südwestlicher Ausrichtung ist optimal für den Anbau von Tomaten, Chilis, Gurken und Zucchini.

"Am Westbalkon kann es mitunter recht windig sein. Verwende stabile Pflanztöpfe, sonst können höhere Gewächse umkippen. Empfindliche Pflanzen sollten mit Schilfmatten vor dem Wind geschützt werden."
Mein Tipp

Gärtnern am Nordbalkon

Dein Balkon zeigt nach Norden? Das bedeutet, dass es hier nur wenig direkte Sonneneinstrahlung gibt. In Zeiten des Klimawandels, wo es im Sommer in der Stadt oft unerträglich heiß ist, kann dies auch ein Vorteil sein. Hier kannst Du hier bereits tagsüber ganz gemütlich entspannen ohne zu schwitzen. Petersilie, Schnittlauch und Minze bevorzugen ebenfalls ein etwas frischeres, feuchteres Plätzchen. Rucola, Salat, Erbsen, Kartoffel, Pastinaken und Radieschen entwickeln sich auf dem Nordbalkon ebenfalls gut. Auch Blaubeeren ziehen einen etwas kühleren Standort der sengenden Sonne vor.

"Kaum ein Balkon ist exakt nach Norden ausgerichtet. Entweder morgens oder abends streifen einige Sonnenstrahlen Deine Outdoor-Oase. Finde heraus, welche Seite etwas Sonne abbekommt, und platziere Deine Pflanzen in diesem Bereich. "
Mein Tipp

Tipp 2: Große Balkonoase oder kleiner Kräutergarten?

Ein Balkongarten macht nur dann richtig Freude, wenn zwischen all den Pflanzen auch Platz für Dich bleibt. Schließlich schmeckt ein Frühstück im Grünen, ein Abendessen zwischen duftenden Kräutern oder ein Glas Wein unter Sternen besonders gut. Richte Dich daher bei der Auswahl der Pflanzen nach den Platzverhältnissen in Deinem Outdoor-Bereich. 

Auf einem geräumigen Balkon lässt sich ein idyllischer Garten Eden anlegen. Umgeben von Zitronen- und Olivenbäumchen, Feigen, Aprikosen, Lavendel und Oleander kannst Du Urlaubsflair pur genießen. Auch einen umfangreichen Gemüsegarten mit Tomaten, Gurken, Zucchini und vielem mehr kannst Du auf einem großen Balkon realisieren.

Wenn Dir nur sehr wenig Platz zur Verfügung steht, solltest Du lieber auf bunte Kräutervielfalt setzen. Selbst gezogene Küchenkräuter bringen Abwechslung auf Deinen Teller und lassen sich auf kleinstem Raum ziehen. Mit dem Geschmack von Thymian, Rosmarin, Oregano und Basilikum fühlst Du Dich ebenfalls wie im Urlaub. Auch heimische Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch lassen sich in kleinen Balkonkästen ziehen. Eventuell bleibt Dir sogar noch etwas Platz für Chilis, Pflücksalat oder Erdbeeren.

Tipp 3: Schutz vor Hitze & Frost

Auf einem sonnigen Balkon kann es ganz schön heiß werden. Selbst die Sonnenanbeter unter den Pflanzen vertragen brütende Hitze nur beschränkt. Sorge daher während der Mittagsstunden mit einem Sonnensegel oder einer Markise für Beschattung. Besonders empfindsam sind Jungpflanzen oder Gewächse die den Winter im Haus verbracht haben. Setze die Pflanzen im Frühjahr nicht plötzlich der Sonne aus, sondern stelle sie zuerst in den Halbschatten und gewöhne sie Schritt für Schritt an den Aufenthalt im Freien.

Bis etwa Mitte Mai kann es immer wieder Nachtfröste geben, die wärmeliebende Pflanzen nachhaltig schädigen oder gar absterben lassen. Hole die betreffenden Gewächse daher abends sicherheitshalber in die Wohnung oder schütze sie mit Vlies vor der Kälte.

Tipp 4: Gut getopft – die richtigen Pflanzgefäße

Ob Balkonkasten, Terrakottatopf, Plastikgefäß, Hängeampel oder Hochbeet ist Geschmacksache und sicher auch eine Platzfrage. Allerdings solltest Du bei der Auswahl des Pflanzgefäßes auch die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen berücksichtigen. Eine Zucchini wird in einem kleinen Topf kaum Früchte tragen. Viele Kräuter oder Salate hingegen kommen mit relativ wenig Substrat zurecht.

  • Balkonkästen: Salate, Radieschen, Kräuter, Erdbeeren
  • Pflanztöpfe: Tomaten, Gurken, Paprika, Kartoffeln, Stangenbohnen
  • Große Pflanzkübel: Zucchini, Obstbäume

Ganz gleich, um welches Gefäß es sich handelt, ein wichtiger Punkt sind Abzugslöcher im Boden. Denn Staunässe vertragen Pflanzen zumeist noch weniger als Trockenheit. Passende Untersetzer verhindern hässliche Flecken am Boden. Achte allerdings darauf, dass sich das Wasser nicht im Untersetzer staut. 

5. Entferne das Herbstlaub

Bei feuchtkaltem Wetter besteht die Gefahr von Pilzerkrankungen. Auf der Rasenfläche liegendes Laub unterstützt die Ausbreitung von Pilzsporen, da es ein Abtrocknen der Gräser verhindert und die Luftzirkulation unterbindet. Harke das abgefallene Herbstlaub daher regelmäßig mit einem Fächerbesen zusammen und entferne es von der Grünfläche. 

"Wenn Du größere Pflanzen wie Obstbäume am Balkon kultivieren möchtest, solltest Du Dich zuvor über die Tragkraft Deines Balkons informieren. "
Mein Tipp

Tipp 5: Verwende hochwertige Erde & guten Dünger

Ganz gleich wie sehr Du Deine Pflanzen umhegst – in einem Topf lebt es sich bei weitem nicht so gut wie mitten im Beet. Während Deine Gewächse im Garten von den natürlichen Kreisläufen profitieren, sind sie in einem Pflanzgefäß vollständig von Dir abhängig. Setze daher von Anfang an auf lockere, gute Pflanzerde, die das Gießwasser optimal speichern kann. Nach einiger Zeit sind die Nährstoffe im Substrat aufgebraucht. Versorge Deine Pflanzen rechtzeitig mit hochwertigem Dünger.

Insbesondere bei Gemüse und Obst lohnt es sich, auf biologische Düngemittel zu setzen. So erntest Du gesunde Bio-Lebensmittel und trägst zugleich zum Umweltschutz bei. Wer Lust hat, kann am Balkon einen Kompost anlegen und auf diese Weise Küchenabfälle in wertvollen, kostenlosen Dünger verwandeln. Unkomplizierter ist die Verwendung eines Bio-Flüssigdüngers, der einfach mit dem Gießwasser verabreicht wird.

"Pestizide sind am Balkon tabu. Sie belasten nicht nur Deine Nahrungsmittel mit Giftstoffen, sondern können eventuell sogar auf den Nachbarbalkon gelangen. Außerdem töten sie viele nützliche Insekten ab und schaden der Umwelt."
Mein Tipp

Tipp 6: Gieße regelmäßig

Wer eigenes Gemüse und Obst am Balkon ernten möchte, muss fleißig gießen. Im Topf am Balkon benötigen die Pflanzen deutlich mehr Wasser als im Beet. Vergisst Du im Hochsommer einmal auf die Bewässerung, kann das Substrat vollständig austrocknen. Empfindsame Pflanzen sterben bei Trockenheit schnell ab. Während der heißen Sommermonate empfiehlt es sich daher, besser zwei Mal täglich zu gießen. 

Die beste Zeit, um Deine Pflanzen zu bewässern, ist am frühen Morgen oder abends, wenn die Sonne untergeht. Bei großer Hitze verdunstet das Gießwasser schneller, als die Pflanzen es aufnehmen können. Darüber hinaus können in der Mittagszeit Wassertropfen an den Blättern zu Verbrennungen führen.

Pflanzen lieben Regenwasser

Besonders gut gedeihen Deine Pflanzen, wenn Du sie mit weichem Regenwasser verwöhnst. Noch dazu ist Regenwasser kostenlos. Allerdings sind große Regentonnen nicht für den Balkon geeignet. Bedenke, dass die vielen Kübelpflanzen inklusive Substrat bereits ein ordentliches Gewicht auf die Waage bringen. Daher sollte ein Regenwassertank für den Balkon maximal 100 Liter fassen. In Mietwohnungen musst Du den Vermieter fragen, wenn Du das Regenfallrohr anzapfen möchtest.

Komfort & Unabhängigkeit mit einer automatischen Bewässerung

Wenn Du nicht so viel Zeit hast oder einen längeren Urlaub planst, solltest Du über eine Bewässerungsanlage nachdenken. Eine einfache Lösung sind Speicherkästen mit einem Wasserreservoir. Relativ unkompliziert lassen sich auch Tropfbewässerungs-Systeme installieren. Wer nur wenige Kübelpflanzen hat, kommt auch mit dem Tropf-Blumat von Gardena aus.

Recyclingfans können PET-Flaschen als kostengünstige Bewässerungslösung nutzen. Ersetze die Schraubverschlüsse durch Bewässerungsspitzen und stecke die mit Wasser gefüllten Flaschen kopfüber neben Deinen Topfpflanzen in die Erde.

"Der Wasserbedarf verschiedener Pflanzen fällt recht unterschiedlich aus. Während Lavendel, Rosmarin und Thymian mit deutlich weniger Wasser auskommen, müssen insbesondere Fruchtgemüse wie Tomaten und Gurken reichlich gegossen werden."
Mein Tipp

Tipp 7: Ein Hochbeet am Balkon – der Traum vieler Stadtgärtner

Ein Hochbeet sieht schön sauber und ordentlich aus und erlaubt komfortables Gärtnern ohne mühsames Bücken. Ein weiterer Vorteil ist das große Fassungsvermögen – hier trocknen Deine Pflanzen an heißen Tagen nicht so schnell aus wie das in einzelnen Töpfen der Fall ist. Allerdings darf ein Hochbeet am Balkon nicht so groß und schwer werden wie das im Garten. 

Informiere Dich zuallererst über die Tragfähigkeit Deines Balkons. Am besten geeignet für kleine Balkone ist ein Tischhochbeet. Diese Variante steht auf Füßen und wiegt damit deutlich weniger als herkömmliche Modelle. Unter dem Beet steht Dir Stauraum für Deine Gartengeräte und die Gießkanne zur Verfügung. 

Wer über mehr Platz und einen tragfähigen Balkon verfügt, kann sich auch für ein klassisches Hochbeet entscheiden. Anders als im Garten hat ein Hochbeet auf der Terrasse keinen Bodenkontakt. Damit die Erde bei Regen nicht ausgeschwemmt wird, empfiehlt es sich, den Boden mit Filtervlies auszulegen. Am besten gedeihen Deine Pflanzen, wenn Du das Beet mit mehreren Schichten aus unterschiedlichen Materialien füllst.

So sieht der optimale Aufbau für Dein Hochbeet aus:

  • Blähton als Drainageschicht
  • Erde
  • Grünschnitt oder Laub
  • Kompost
  • Pflanzerde für Gemüse

Hier findest Du weitere Informationen zum Thema Hochbeet.

Tipp 8: Der vertikale Garten als perfekte Lösung für beengte Verhältnisse

Wer nicht viel Platz auf dem Balkon hat oder den Bereich lieber für einen schönen Sitzbereich oder eine gemütliche Sonnenliege nutzen möchte, kann seine Pflanzen einfach übereinander anordnen. Vertical Gardening liegt im Trend. Auf diese Weise lassen sich selbst winzige Außenbereiche begrünen und in deinen idyllischen Ort zum Relaxen verwandeln. Erwecke die tristen grauen Außenwände zu blühendem Leben und biete Insekten Nahrung und Lebensraum. Neben vielen tollen Grün- und Zierpflanzen kannst Du auch Kräuter, Erdbeeren und einige Gemüsearten in einem vertikalen System kultivieren.

"Grünpflanzen reinigen die Luft und kühlen im Sommer, indem sie Wasser verdunsten. Somit sieht Deine grüne Wand nicht nur toll aus, sondern sorgt auch für ein besseres Kleinklima."
Mein Tipp

Du hast verschiedene Möglichkeiten, einen vertikalen Garten anzulegen:

  • Konstruiere eine bepflanzbare Wand aus einem Stahlgitter, einem feinmaschigen Plastiknetz und einer Steinwolle-Matte. So können ausgewählte Pflanzen ganz ohne Erde an der Wand wachsen.
  • Bringe Pflanztöpfe, Pflanzkästen beziehungsweise Pflanztaschen an der Wand oder an einem geeigneten Gestell wie einer Holzpalisade an.
  • Befestige Euro Paletten an der Wand und bepflanze sie.
  • Montiere viele Regale an der Wand und platziere eine bunte Vielfalt an Topfpflanzen darauf. Ergänze das Arrangement mit Pflanzampeln.
  • Bepflanze Plastikflaschen und hänge sie an Schüren auf.
  • Mittlerweile sind auch fertige Stecksysteme wie das NatureUp! von Gardena im Handel erhältlich.
"Wenn Du in einer Mietwohnung wohnst, solltest Du Dich unbedingt mit dem Vermieter absprechen, bevor Du die Hauswand anbohrst."
Hinweis

Tipp 9: Ein Balkongarten für die ganze Familie

Papa mag Chilis. Mama mag Kräuter. Mia nascht gerne Cocktailtomaten, Max lieber Erdbeeren. Und Kitty liebt Katzengras. Mit der richtigen Planung, kommt jedes Familienmitglied auf seine Kosten. Ob gemeinsames Hochbeet oder einzelne Pflanzkästen – wenn sich die Familie Pflege der Pflanzen teilt, kann jeder seinen grünen Daumen entwickeln und seine Leidenschaft ausleben. Kinder haben so die Möglichkeit, die Entwicklung vom Samen bis zur erntereifen Frucht hautnah mitzuerleben. Wechselt euch beim Gießen ab und teilt euch die Verantwortung für die Pflanzen. So gelingt das Projekt Balkongarten ganz entspannt und wird zum Gemeinsamen Erfolgserlebnis.

Richte einen Sitzplatz für die Familie ein, wenn genug Platz vorhanden ist. Ein kleiner halbrunder Tisch und Klappstühle oder Hocker reichen vollkommen aus. Hier kann die Familie unter freiem Himmel zusammenkommen, gemeinsam frühstücken und den Pflanzen beim Wachsen zusehen.

"Besonders gut für das Gärtnern mit Kindern eignen sich Radieschen, Pflücksalat, Zuckerschoten und Erdbeeren. Bei diesen Pflanzenanspruchslosen Pflanzen lässt der Erntespaß nicht lange auf sich warten."
Mein Tipp

Tipp 10: Sommerfrische für Katzen und Hunde

Wer eine Katze oder einen Hund hat, kann seinem Vierbeiner auf dem Balkon ein kleines Stück Freiheit bieten. Hier gibt es viel zu sehen, zu erleben und zu erschnuppern. Achte darauf, dass sich das fellige Familienmitglied sicher auf dem Balkon aufhalten kann. Ein Katzennetz sorgt dafür, dass Dein Tier nicht abstürzen oder ausbüxen kann. Ein Liegeplatz im Schatten gibt Deinem Liebling die Möglichkeit, sich auch an heißen Tagen draußen aufzuhalten. Sei darauf bedacht, dass am Balkon stets ein gefüllter Wassernapf bereitsteht. Katzen freuen sich darüber hinaus über einen Topf mit Katzengras sowie einen Kratzbaum oder ein Kratzbrett für die Krallenpflege.

Vorsicht giftig!

 Verzichte unbedingt auf für Hunde und Katzen giftige Pflanzen wie Tulpen, Narzissen, Lilien, Hortensien, Efeu, Thujen und Oleander. Zum Glück sind die meisten Nutzpflanzen für die Vierbeiner relativ unbedenklich. Von Schnittlauch, Knoblauch und Zwiebeln solltest Du Dein Haustier jedoch unbedingt fernhalten. Auch rohe Hülsenfrüchte sowie die Blätter von Nachtschattengewächsen bekommen Bello und Minka nicht.

Blühende Kräuter wie Lavendel, Salbei und Oregano ziehen scharenweise Bienen und Hummeln an. Unerfahrene Stubentiger halten die summenden Nektarsammler für Beute und versuchen sie zu fangen, was schmerzhafte Stiche zur Folge haben kann. 

Während Freigänger keinerlei Interesse am Verzehr von Gemüsepflanzen oder an Bienen haben, gilt es bei Wohnungskatzen vorsichtig zu sein. Sie sind nicht an den Aufenthalt in der Natur gewöhnt und können unerwartete Verhaltensweisen an den Tag legen. Beaufsichtigt Dein Tier beim Aufenthalt am Balkon, wenn Du befürchtest, dass es unbekömmliche Pflanzenteile frisst.

"Auch wenn ein Schattenplatz und ein Wassernapf vorhanden sind, solltest Du Dein Haustier nicht über längere Zeit alleine auf dem Balkon lassen. Hol es herein, bevor Du das Haus verlässt. "
Mein Tipp

Die besten Pflanzen für Deinen Balkongarten

Gemüse für den Balkon

Gemüse lässt sich nicht nur im Garten anbauen, viele Arten gedeihen auch im Topf gut. Natürlich kannst Du Dich mit der Ernte aus dem Balkongarten nicht selbst versorgen. Doch mit der richtigen Planung gibt es täglich frische Vitaminspender in Bio-Qualität zu genießen.

Tomaten

An sonnigen und geschützten Standorten fühlen sich die wärmeliebenden Nachtschattengewächse rundum wohl. Ohne Beschattung kann es auf einem Südbalkon mittags jedoch zu heiß werden. Einige Sonnenstunden solltest Du Deinen Tomatenpflanzen auf jeden Fall bieten können. Cocktailtomaten reifen leichter aus und sind bei Kindern aufgrund ihrer Süße sehr beliebt. Eine gute Stütze im Kübel sind sogenannte Tomatentürme. 

Wähle eher kompakt wachsende Sorten, so bleibt Dir mehr Platz für andere Pflanzen oder für einen gemütlichen Sitzbereich. Wer auf sehr beengtem Raum gärtnert, sollte auf Zwergtomaten oder spezielle Balkontomaten setzen. Diese gedeihen sogar im Blumenkasten und müssen nicht ausgegeizt werden. Bei größeren Pflanzen empfiehlt sich hingegen ein regelmäßiges Ausbrechen der Geiztriebe. Dadurch erhältst Du größere Früchte und eine reichere, frühere Ernte. Zugleich benötigt eine regelmäßig ausgegeizte Tomatenpflanze nicht so viel Platz.

Hier findest Du weitere Informationen über den Tomatenanbau am Balkon und über das richtige Ausgeizen.

"Stelle die Pflanzgefäße so auf, dass die Tomaten möglichst vor Regen geschützt sind, sonst droht bei feuchter Witterung die gefürchtete Braunfäule."
Mein Tipp

Paprika & Chili

Als absolute Sonnenanbeter entwickeln sich Paprikapflanzen auf sonnigen Balkonen prächtig. An einer südlichen Hauswand haben sie es schön warm und sind vor Wind geschützt. Auch wenn die Pflanzen kompakter sind, als Tomaten, benötigen sie ausreichend Platz, damit sich ihre Wurzeln ausbreiten können. 

Verwende große und tiefe Pflanzgefäße und achte auf mindestens 35 cm Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen. Halte die Erde stets leicht feucht und verabreiche Deinen Zöglingen alle zwei Wochen etwas Bio-Dünger. Gedulde Dich mit der Ernte, bis die Früchte wirklich vollreif sind, sonst schmecken sie bitter.

" Paprikapflanzen können im Haus überwintert werden. Hol die Pflanzen ins Haus, sobald die Temperaturen unter fünf Grad fallen."
Mein Tipp

Gurken

Auch Gurken fühlen sich an sonnenbeschienenen, warmen und windgeschützten Plätzen wohl. Sie profitieren von der Wärme, die die Hauswand nachts abstrahlt. Bei extremer Sonneneinstrahlung in hohen Lagen droht jedoch Hitzestau und Sonnenbrand. Beschatte heiße Südbalkone daher während der Mittagsstunden. 

Weil Gurkenpflanzen zu den Kletterkünstlern zählen, lassen sie sich platzsparend auf dem Balkon unterbringen. Sie ranken sich an Spiralstäben, Seilen oder an einem Spalier nach oben. Du kannst die Pflanzen auch als Sichtschutz zum Nachbarn verwenden. Für Pflanzenampeln und Balkonkästen eignen sich kompakte Minigurken, die auch überhängend wachsen können.

Gurkenpflanzen haben einen enormen Wasserbedarf. Gieße mit abgestandenem, wohltemperierten Wasser, damit die Pflanzen an heißen Tagen keinen Schock erleiden. Bringe das Gießwasser ausschließlich im Wurzelbereich aus, so verhinderst Du die Ausbreitung von Pilzkrankheiten.

Hier findest Du weitere Informationen über den Gurkenanbau am Balkon sowie eine komplette Pflegeanleitung für Gurkenpflanzen.

"Wässere Deine Gurkenpflanzen an heißen Tagen morgens und abends, denn Trockenheit lässt die Früchte bitter schmecken."
Mein Tipp

Zucchini

Wer einen großen Balkon besitzt, kann hier durchaus auch Zucchini kultivieren. Bedenke allerdings, dass eine ausgewachsene Pflanze 80 bis 90 Quadratzentimeter beanspruchen kann. Wähle eine parthenokarpe Sorte. Diese sind nicht auf Befruchtung angewiesen, somit reicht eine Pflanze aus.

Wenn Dir nicht genügend Platz für eine ausladende Pflanze zur Verfügung steht, sind Kletterzucchini eine gute Wahl. Sie klettern wie Gurken an Rankhilfen hoch und sind auch für kleinere Balkone geeignet. 

Damit sich Deine Zucchini gut entwickeln kann, sollte das Pflanzgefäß mindestens 15 Liter fassen. Decke das Substrat mit einer Mulchschicht ab, dann trocknet es nicht so schnell aus. Wenn sich die ersten jungen Früchte bilden, kannst Du sofort ernten. Junge Früchte schmecken wunderbar zart. Eine regelmäßige Ernte regt darüber hinaus die Fruchtbildung an.

"Dünge Deine Zucchini etwa alle zwei Wochen mit organischem Flüssigdünger. Achte aber darauf, die Pflanze nicht zu überdüngen, da sie sonst hauptsächlich Blattmasse und weniger Früchte bildet."
Mein Tipp

Bohnen

Ob Buschbohnen oder kletternde Sorten – Bohnen sind einfach zu kultivieren und bringen rasche Ernteerfolge. Buschbohnen bleiben schön kompakt und können in Kübeln gezogen werden. Lege dazu in jedes Pflanzgefäß vier bis fünf Samen. Sie erreichen eine Wuchshöhe von etwa 30 bis 40 Zentimetern  und können – abhängig von der Sorte – bereits ab dem Frühsommer geerntet werden.

Kletterbohnen sind ein tolles Mittel zur Balkongestaltung. Sie lassen sich als Sichtschutzwände einsetzen. Ihre hellgrünen Blätter und die leuchtenden Blüten tauchen triste Outdoor-Bereiche in Farbe und geben Dir das Gefühl, Dich mitten in der Natur zu befinden. Die geschickten Kletterpflanzen erklimmen mühelos Stangen oder gespannte Seile. Du kannst Deine Bohnen aber einfach am Balkongeländer hochklettern lassen.

Während der Blüte und der Fruchtentwicklung haben Bohnen einen höheren Wasserbedarf. Achte darauf, dass in dieser Zeit das Substrat nie ganz austrocknet.

"Häufle Buschbohnen nach dem Auflaufen an. Das gibt ihnen eine bessere Standfestigkeit und fördert das Wurzelwachstum."
Mein Tipp

Radieschen

Weil Radieschen von April bis September angebaut werden können, ist eine Ernte während der gesamten warmen Jahreszeit möglich. Drei bis vier Wochen nach der Aussaat sind sie auch schon reif, was sie zu einem idealen Balkongemüse für Kinder macht. Bezüglich ihres Standorts sind Radieschen weniger anspruchsvoll, als viele andere Gemüse. Du kannst sie durchaus auch auf dem Nordbalkon anbauen.

Halte bei der Aussaat mindestens 6 cm Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen. Falls Du in Reihen aussäst, müssen zwischen jeder Reihe 20 cm liegen. Nach etwa einer Woche zeigen sich bereits die ersten Keimlinge.

"Baue nicht zu viele Radieschen auf einmal an, säe lieber alle zwei bis drei Wochen nach. So kannst Du laufend ernten und verhinderst, dass die Früchte holzig werden."
Mein Tipp

Pflücksalate

Wie gemacht für den Anbau im Blumenkasten gehört Pflücksalat zu den Musst-haves am Balkon. Hier steht Dir eine tolle Auswahl an schmackhaften Sorten zur Verfügung. Ob Feldsalat, Schnittsalat, Lollo Rosso, Rucola oder Asia Salate – für Abwechslung auf dem Teller ist gesorgt.Bereits im März kannst Du mit dem Salatanbau loslegen. 

Der große Vorteil von Pflücksalaten gegenüber Kopfsalaten ist die Möglichkeit, jeden Tag zu ernten. Pflücke nicht die gesamte Pflanze, sondern lediglich die äußeren Blätter ab, so wachsen laufend neue Salatblätter nach.

Salate gedeihen auch auf schattigeren Balkonen gut. Die weichen Blätter können bei intensiver Sonneneinstrahlung verbrennen. An einem sehr sonnigen Standort solltest Du den Pflanzkasten mit den Salaten daher besser in den Schatten stellen.

"Pflücksalat ist ein guter Pflanzpartner für Radieschen, Bohnen, Tomaten oder Gurken. Asia Salate und Rucola gehören zur Familie der Kreuzblütengewächse und sollten daher nicht neben Kohl gepflanzt werden."
Mein Tipp

Sonnenreifes Obst am Balkon

Früchte aus dem Supermarkt sind meist nicht richtig reif und schmecken dementsprechend fade. Am eigenen Balkon hingegen, kannst Du das Obst so lange an der Pflanze lassen, bis es aromatisch und wunderbar süß ist. Natürlich sind die Erträge überschaubar, dafür erlebst Du die Entwicklung von der Blüte bis zur vollreifen Frucht mit. Das ist insbesondere für Kinder eine spannende Sache.

Erdbeeren

Wenn Du Dein Kind fragst, was es am Balkon am liebsten ernten möchte, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit der Wunsch nach Erdbeeren laut. Zum Glück sind die süßen roten Beeren das ideale Obst für den Balkon. Sie gedeihen in Balkonkästen, Blumenampeln oder als Pflanzpartner für luftige, hochgewachsene Pflanzen. Wähle die Sorten so aus, dass Du möglichst lange ernten kannst. Manche Sorten bilden bis zum Herbst Früchte. Heute gibt es auch Züchtungen mit rosafarbenen Blüten, welche in hübschen Pflanzgefäßen sehr dekorativ aussehen.

Erdbeeren müssen nicht jedes Jahr neu gepflanzt werden. Stell die Pflanzgefäße zum Überwintern an einen geschützten Platz nahe der Hauswand. Platziere sie auf eine Unterlage aus Styropor und decke sie mit Vlies ab. Nach etwa drei Jahren lässt der Ertrag allerdings nach. Mache rechtzeitig Ableger von Deinen Erdbeerpflanzen oder kaufe neue Jungpflanzen.

"Als guter Nachbar für Erdbeeren gelten Knoblauch oder Dill."
Mein Tipp

Heidelbeeren

Heidelbeeren brauchen saures Substrat, um sich wohlzufüheln. Schon alleine deshalb werden sie gerne im Topf kultiviert. Wähle ein Pflanzgefäß mit ausreichend großem Durchmesser und fülle es mit Moorbeeterde. Nach etwa zwei bis drei Jahren benötigt die Pflanze frische Erde. Auch wenn die Pflanzen sonnige Standorte bevorzugen, ist ihnen ein Platz im lichten Halbschatten lieber, als sengende Hitze. Die Erde sollte niemals austrocknen, Staunässe ist dabei allerdings ebenso schädlich wie Trockenheit.

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Heidelbeersorten. Manche Züchtungen können recht hoch werden. Für den Balkon sind kompaktere Sorten geeignet. Wenn Du von Heidelbeeren träumst, die so aromatisch wie in Deiner Kindheit schmecken, solltest Du Dich für Waldheidelbeeren entscheiden. Ihre Früchte sind zwar kleiner, doch sie punkten mit ihrem köstlichen Geschmack und dem tiefvioletten Fruchtfleisch. Kultursorten tragen größere Früchte und bringen auch höhere Erträge. 

"Heidelbeeren sind Flachwurzler, daher muss der Topf eher breit als tief sein. Wässere im Hochsommer täglich, damit das Substrat nicht austrocknet."
Mein Tipp

Säulen- & Zwergobstbäume

Dein Traum ist ein eigener Obstbaum voll süßer Früchte? Mit einem Säulenbaum oder einem Zwergbaum lässt sich dieser Wunsch verwirklichen. In beiden Fällen handelt es sich um schwachwüchsige Sorten. Wobei sich Zwergobstbäume durch ihren kompakten, gedrungenen Wuchs auszeichnen, Säulenbäume hingegen bilden keine Krone, sondern wachsen schlank in die Höhe. Beide Varianten gedeihen auch im Kübel gut, wenn dieser ein Fassungsvermögen von mindestens 30 Litern hat.

Ideal für sonnige Balkone sind Aprikose, Nektarine und Pfirsich. Sie verzaubern im Frühjahr mit ihren hübschen Blüten, ihre saftigen Früchte versüßen uns einige Monate später den Sommer. Fülle das Pflanzgefäß mit einem Gemisch aus Gartenerde, Sand und Kompost. Setze den Baum so tief, dass die Veredelungsstelle etwa 10 Zentimeter aus dem Substrat herausragt. Der Topf muss unbedingt ein Abzugsloch haben, denn Staunässe lässt die Wurzeln faulen. Gönne Deinem Obstbäumchen alle paar Jahre einen etwas größeren Topf, damit es sich gut entwickeln kann.

"Obstbäume im Topf sollten im Winter mit Luftpolsterfolie vor dem Frost geschützt werden. Kündigt sich im Frühjahr Spätfrost an, kannst Du das Bäumchen mit Vlies umhüllen."
Mein Tipp

Kräuter für den Balkon

Beinahe alle Küchenkräuter sind für den Anbau am Balkon geeignet. Allerdings haben die verschiedenen Arten unterschiedliche Ansprüche an den Standort. Während mediterrane Gewürze Hitze und Trockenheit gut vertragen, benötigen viele heimische Arten etwas feuchteres Substrat. Kräuter, die von Natur aus in Wäldern wachsen, fühlen sich auch auf schattigen Balkonen wohl.

Kräuter für den Südbalkon

  • Rosmarin
  • Thymian
  • Oregano
  • Salbei
  • Majoran
  • Lavendel

Kräuter für den Ost- oder Westbalkon

  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Liebstöckel
  • Basilikum
  • Minze
  • Zitronenmelisse
  • Sauerampfer
  • Dill

Kräuter für den Ost- oder Westbalkon

  • Brunnenkresse
  • Pfefferminze
  • Bärlauch
  • Waldmeister
  • Knoblauchsrauke

Hier findest Du beliebte Küchenkräuter im Porträt und allgemeine Informationen rund um den Anbau von Kräutern.

Exoten für den Balkon

Du hast ein Faible für Pflanzen aus südlichen Gefilden, die für Urlaubsstimmung auf dem Balkon sorgen? Mediterrane Sonnenanbeter fühlen sich auf Südbalkonen sofort zuhause, manche Arten können mit dem richtigen Winterschutz sogar den Winter im Freien verbringen.

Zitronenbaum

Ein Zitronenbäumchen ist die ideale Zitruspflanze für Einsteiger. Mit ihrem schöne, hellgrüne Laub und den immer wieder erscheinenden, intensiv duftenden Blüten bringt die elegante Pflanze Urlaubsflair in Deinen Outdoor-Bereich. An einem sonnigen Standort trägt der Baum auch hierzulande essbare Früchte.

Lass das Substrat nicht vollständig austrocknen und versorge die Pflanze wöchentlich mit etwas Zitrusdünger. Zu feuchte Erde behagt dem Zitronenbaum ebensowenig wie völlige Trockenheit. Ideal ist ein Feuchtigkeitsmesser, mit dem Du ganz leicht feststellen kannst, ob Du gießen musst.

Da Zitronen bei uns nicht winterhart sind, musst Du den Baum im Winter in die Wohnung holen. Ideal ist ein heller, kühler Platz. Warme, trockene Heizungsluft vertragen Zitruspflanzen nur schlecht. Lass den Baum möglichst lange draußen und bring ihn so früh wie möglich wieder ins Freie 

"Ein geeigneter Ort zum Überwintern eines Zitronenbaums ist ein ungeheiztes Treppenhaus, ein Wintergarten, eine Garage mit Fenster oder ein Gartenhaus."
Mein Tipp

Feigenbaum

Ein Feigenbaum bringt den Zauber des Südens auf Deinen Balkon. Allerdings können die Pflanzen bei guter Pflege recht groß werden und sind daher nur dann zu empfehlen, wenn genügend Platz vorhanden ist. Am besten gedeihen Feigen an sonnigen, windgeschützten Standorten. Dort setzen sie nach einigen Jahren auch Früchte an. Der Vorteil an diesen faszinierenden Gewächsen ist, dass Du sogar zweimal ernten kannst – einmal im Frühsommer und einmal etwa Ende August bis Mitte September.

Im Freiland brauchen ältere Feigenbäume kaum Wasser. Im Topf sieht die Situation jedoch ganz anders aus. Hier musst Du regelmäßig gießen. Vermeide jedoch, dass die Pflanze im Wasser steht. Moderate Düngergaben sind bei Kübelhaltung ebenfalls notwendig.

Je nach Sorte sind Feigenpflanzen bedingt winterhart und können in milden Regionen auch im Freien überwintern. Umwickle dazu das Pflanzgefäß mit Luftpolsterfolie und stelle es auf eine Styroporunterlage. Hülle die gesamte Planze in eine Kokosmatte und ummantle diese mit Vlies. Erschrick nicht, wenn der Baum seine Blätter verliert, er bekommt im Frühjahr neue. 

"Damit sich Dein Feigenbaum gut entwickelt, solltest Du ihn jedes zweite Jahr umtopfen."
Mein Tipp

Fazit

Eigenes Bio-Gemüse, sonnengereiftes Obst und aromatische Kräutern schmecken viel besser, als die Einheitsware aus dem Supermarkt. Zum Glück brauchst Du für den Anbau der meisten Nutzpflanzen keinen eigenen Garten. Denn viele Sorten gedeihen auch auf dem Balkon prächtig. Überlege, wie sonnig Dein Außenbereich ist und wie viel Platz Du dort fürs Gärtnern nutzen möchtest. Mit den passenden Pflanzenarten steht der ersten Erntesaison in Deinem Balkongarten nichts mehr im Wege.

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